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(…) Welt der Wunder. Schäbig. Das bunte Glas in der Haustür gesprungen, die Briefkästen lose, einer heruntergerissen, er stand an der Hauswand, die mit Schmierereien übersäht war. Ich konnte nichts davon lesen, weil nur ein spärlicher Lichtschein der Straßenlaterne in das Treppenhaus fiel; genau auf den Resten der zersplitterten Flurlampe, ehemals ein Ballon aus milchweißem Glas, sammelte sich noch ein bisschen Licht von draußen. Ich tastete trotzdem nach einem Lichtschalter, spürte ihn rechter Hand, drückte, ein Funke schlug heraus und entlockte meiner trockenen Kehle einen Schrei, der in die Stimmbänder schnitt, aber kaum einen Ton hervorbrachte. Ich schluckte. Es half nicht. (…)

Auf Facebook forderten Kollegen in einer Art Kettenbrief 7 Zeilen von Seite 7 des aktuellen Manuskripts zu posten und die Challenge an 7 Autorinnen oder Autoren weiterzugeben. Hier  7 Zeilen aus „Schwesternlüge“, ein Roman, der im März bei Rowohlt erscheinen soll. Das Foto habe ich vor Jahren auf einem Flohmarkt aufgenommen, vielleicht spielt es noch eine Rolle im Buch. Als Covermotiv wollte der Verlag es (leider) nicht nutzen.

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