In der Kantine der Träume.

Früher habe ich mir  immer vorgestellt, dass Träume so  entstehen: In einer riesigen Kantine sitzen all die Gestalten, die in Träumen vorkommen können und warten auf ihren Einsatz. Eine Wasserleiche, ein Einhorn und eine sprechende Linde vertreiben sich die Zeit, spielen Skat, eine kettenrauchende Rothaarige ohne Schuhe schnorrt eine Rothändle bei meiner Großmutter (warum ist sie nackt?), in der Ecke hinten trinkt ein wehender Vorhang ein paar Gläschen zuviel und pennt ein.
Dann plötzlich die Durchsage: „Achung! Wolf, dunkle Frau ohne Gesicht, vier Kinder in Schlafanzügen und eine Katze mit nur einem Ohr sofort fertig machen zum Traumeinsatz in München,  Reichenbachstraße 193, Wohnung 3. Stock links!“
Und los geht es, der Traum kann starten.

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2 Gedanken zu „In der Kantine der Träume.

  1. lange, lange hatte ich diese zwerge-theorie, fast meine ganze kindheit über. irgendwie (heimlich) hab ich sie noch immer. zwerge, die in mir leben, die meinen organismus am laufen halten, bzw. diesen ausmachen. was ich esse etwa, wird von ihnen in kleinen fabriken umverpackt in winzige konserven, kommt in minisupermärkte, von dort aus in mikroskopischen haushalte… sie manipulieren und kontrollieren meine gefühle. wenn ich mich fürchte, dann ziehen sie mit atomkleinen widerhaken an meinem magen. wenn ich traurig bin, dann findet das gleiche spiel an meinem herzen statt. Und wenn ich träume…
    …dann inszenieren sie ihre eigene schau in meinem kopf. manchmal vaudeville, manchmal creepshow, manchmal satire. dwarfy dreamtheater.
    Von was ich träume? hoffentlich nicht von zwergen…

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