Low Bros Mural 1: Sie sehen, dass Sie nichts sehen.

CityLeaks Urban Art Festival 2013 in Köln: Diese ganzen jungen Freaks mit sonderbaren Kappen und überdimensionierten Kopfhörern auf dem Kopf dürfen ganz legal auf Wände malen. Und in Galerien rumstehen, mit Energy-Shots oder Bierdosen in der Hand. Und sich über den etablierten Kunstbetrieb beeiern, obwohl sie gerade selbst Teil davon werden. Vielen dreht sich nun der Magen herum. Die Schmierfinken! Jetzt sollen wir auch noch für die Machwerke, die sonst „unsere“ (ich besitze leider keine) Hauswände verunstalten, Kohle zahlen, sie  im Wohnzimmer aufhängen oder sogar im Museum? Gute Idee!  Streetart hat sich nämlich längst zu einer fast schon etablierten Kunstrichtung entwickelt. Genaues Hinsehen lohnt sich. Streetart hat vielfältige Ausdrucksformen von kleinen kunstvoll gestalteten Aufklebern über manchmal fast schon rührende Installationen aus gehäkelten Wollverkleidungen an Pfeilern bis hinzu den gigantischen Murals, die derzeit auch in Köln wieder entstehen. Legal. Eine Hauswand bemalt niemand schnell in einer Nacht und huscht wieder davon.

Low Bros noch nicht sehr high

Low Bros noch nicht sehr high

In Köln an der Trierer Straße 61 kann man im Moment dabei zuschauen, wie ein solches Kunstwerk entsteht. Die LOW BROS arbeiten seit gestern dort an einer Hauswand. Als ich abends einen ersten Blick war, sah ich, dass ich nichts sehe. Der Steigerwagen stand schon, aber es wirkte, als kämpfe man noch mit den Tücken der Technik. Lektion 1: Freiluftateliers dieser Art und „Leinwände“ über dem Standardformat von 200 x 90 Zentimeter erfordern besonderen logistischen Aufwand.

Da kommt's drauf.

Da kommt’s drauf.

Das junge Künstlerduo Low Bros besteht aus den Hamburger Künstler Florin und Christoph Schmidt. Seit einigen Jahren haben die beiden Brüder (Jahrgang *1982 und *1984) ihre künstlerischen Einzelcharaktere Qbrk und Nerd weitestgehend in den Hintergrund gerückt, um gemeinsam unter dem Namen Low Bros zu arbeiten. Als Low Bros bereichern sie seit dem durch ihre gemeinsam entwickelten Motive und umgesetzten Bilder die junge deutsche Kunstszene (…) Ihre Werke lassen dabei vor allem zwei immer wiederkehrende Elemente erkennen: Das Urbane und das Natürliche. So entstehen fantasievolle Tierwesen – entsprungen aus der Natur –, gepaart mit menschlichen Charakteren und Attitüden, wie sie dem städtischen Habitus und der Kultur der Großstädte entspringen. Dargestellt über vorwiegend flächige, architektonisch anmutende Grafikelemente, entstehen als künstlerische Einheit abstrakte und gleichzeitig organische Motive, die die Arbeiten der Low Bros unverwechselbar machen. Mit ihren Arbeiten definiert das Künstlerduo ein eigenes und weitestgehend neues visuelles Genre. Ihre Bilder lassen sich einordnen zwischen Graffiti, Street Art, Illustration und Grafikdesign.  (Rudolf D. Klöckner, urbanshit.de)

TIGER HOODS aus der Serie WILD CATS

To be continued oder – wie der Spanier sagt – mañana más y mejor!

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