Der Hund im Skat.

1) da liegt ein H. begraben = man hat schlechte Karten. Zusammenhängend mit der veralteten Geringschätzung der Hunde. Wo ein Hund begraben liegt (wofern es überhaupt erkennbar ist), kommt Anteilnahme selten auf.
2) was jeder H. hat = Spielfarbe Karo. Jeder Hund hat einen Eckstein, an den er harnt; Eckstein ist Karo.
3) einen dicken H. haben = ein gutes Spiel in der Hand haben. Der dicke Hund ist eine achtunggebietende Erscheinung, er ist »gewichtig«.
4) unter dem H. spielen = sehr schlecht Karten spielen. Der Hund gilt vielen noch immer als Sinnbildtier der Minderwertigkeit; was noch unter dem Hund ist, ist vollends verachtenswert.

aus: Heinz Friedrich Küpper „Wörterbuch für den Skatfreund“, Frankfurt am Main 1991 (it 1351)

Während ich auf den Hund wartete, hätte ich manche Skatrunde dreschen können. Mehr Wartezeiten hier.

 

2 Gedanken zu „Der Hund im Skat.

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