Glück geht ganz leicht.

Als ich ein Kind war, hatten wir nicht viel Geld. Wir waren nicht arm, aber wir mussten aufs Geld achten. Zu Weihnachten und am Geburtstag waren Geschenke ausgesucht, bedacht, voller Liebe, aber nicht teuer. Manchmal gab es eine Überraschung, die mir die Sprache verschlug, nur ganz kurz, weil ich schon immer ein Plappermaul gewesen bin.
Ostern war für mich jedoch das Glück auf Erden.
Es gab Eier. Nicht eins, nicht zwei, nicht drei, nein, viele Eier.
Eier konnten mich glücklich machen, weil es sie sonst nur am Sonntag gab. Jeden Tag ein Frühstücksei, das war einer meiner größten Wünsche. Es gab sie nur sonntags und eigentlich wartete ich sieben Tage nur auf den Moment, wenn ich das wachsweiche Ei mit einem winzigen bisschen Salz auf jeden Happen essen durfte.
Mein ganzes Leben esse ich nun schon lieber als alles andere Eier. Gekochte stehen an erster Stelle, gefolgt von Spiegeleiern, deren Gelb auf keinen Fall durchgebraten sein darf. In meiner Kindheit kostete ein Ei wohl 20 Pfennige. Für 20 Pfennig Glück. Später ging es dann nicht mehr so leicht mit dem Glück.

Gestern versuchte ich dem Glück so auf die Spur zu kommen.

Ein Gedanke zu „Glück geht ganz leicht.

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