Zinsei.

Obwohl ich Eier über alles liebte und Ostern für mich eine Zeit des nahezu  vollkommenen Glücks war, brauchte ich knapp 52 Jahre, um den Ursprung des Ostereies zu ergründen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass man den größeren Teil meines Lebens nicht googlen konnte. „Der Brauch, verzierte Eier zu Ostern als Freundschafts- und Liebesgabe zu verschenken (Fabergé-Ei), wurde durch verschiedene Anlässe angeregt und gefördert“, heißt es in Wikipedia.

  • Speisenweihe – Seit dem 12. Jahrhundert wurde bei der österlichen Speisenweihe um die Segnung von Eiern gebetet „…dass sie eine bekömmliche Nahrung für deine gläubigen Diener werden, die sie in Dankbarkeit und in Erinnerung an die Auferstehung des Herrn zu sich nehmen.”
  • Zinsei und Eierspende – der Zehnt, die Steuerabgabe der Bauern an ihren Grundherren, der im Mittelalter im Frühling in Form von Eiern am Gründonnerstag gezahlt wurde, da es durch die Fastenzeit und gleichzeitig erhöhte Legefreudigkeit der Hennen zu einem Eierüberschuss kam (ähnlich den Martinsgänsen, die im November geschlachtet wurden, weil die Weidezeit vorbei war).
  • Fasten – In der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern verzichten viele Katholiken und Orthodoxe auf Fleisch- und Milchspeisen. Früher wurden Eier und andere tierische Produkte oft ebenfalls unter das Abstinenzgebot eingeordnet. Die stets beliebt gewesene Speise empfing man daher Ostern mit Freude zurück, ließ sie in den Kirchen weihen und verteilte sie gefärbt als Geschenke.

Für Deutschland werden gefärbte Eier erstmals im frühen 13. Jahrhundert erwähnt. Das Wort Osterei erscheint im 14. Jahrhundert in der Bedeutung ‚zu Ostern abzulieferndes Zinsei‘. 1553 wird von roten Eiern bei der österlichen Speisenweihe berichtet. 1617 spricht Puteanus in seinem Werk Ovi enconium von beschrifteten, bemalten und geätzten Ostereiern, desgleichen Georg Franck 1682 in der Schrift Satyrae, in der auch das Verstecken der Ostereier für Kinder und der Osterhase beschrieben werden. (Quelle: Wikipedia)

Wer sich sehr viel Mühe gibt, kann auch so etwas daraus machen:

Perforiertes Ei Rattenfaenger

(Foto: http://www.opiola.de/maerchen/rattenfaenger.html)

Mehr zu meinem Verhältnis zu Eier findet sich im Beitrag Glück geht ganz leicht.

Ein Gedanke zu „Zinsei.

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