Eve’s apple.

So shall I live, supposing thou art true,
Like a deceived husband; so love’s face
May still seem love to me, though altered new;
Thy looks with me, thy heart in other place:
For there can live no hatred in thine eye,
Therefore in that I cannot know thy change.
In many’s looks, the false heart’s history
Is writ in moods, and frowns, and wrinkles strange.
But heaven in thy creation did decree
That in thy face sweet love should ever dwell;
Whate’er thy thoughts, or thy heart’s workings be,
Thy looks should nothing thence, but sweetness tell.
How like Eve’s apple doth thy beauty grow,
If thy sweet virtue answer not thy show!

William Shakespeare

So soll ich leben und dich treu vermeinen
Wie ein betrogner Gatte? Soll das Bild
Entschwundner Liebe mir noch Liebe scheinen,
Wenn mir der Blick nur, nicht die Seele gilt?
Es kann der Haß dein Auge nimmer trüben,
Und deshalb zeigt es deine Wandlung nicht,
Wenn Falschheit, andern Blicken eingeschrieben,
In Härte, Schmollen und in Launen spricht.
Doch dir hat Gott bei der Geburt gegeben,
Daß Liebe stets sich deinem Auge paart,
Und was im Herzen, was im Hirn mag leben,
Dein Auge doch nur Liebe offenbart.
Doch gleicht dem Evaapfel dein Gesicht,
Wenn deine Tugend nicht dem Schein entspricht.

Übersetzung: SchlegelTieck; aus: Deutsche Gedichtebibliothek

Ein Gedanke zu „Eve’s apple.

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