Keine Angst vor Bleistiften. Notizen.

Der nette Social Media-Felix vom Bloomoon Verlag bittet mich, einen Blogbeitrag in Form eines Tagesjournals zu schreiben. Ich sage sofort ja, weil ein Autor intuitiv Chancen zur strukturierten (und auch zur unstrukturierten) Prokrastination wittert. Er riecht sie förmlich 100 Meter gegen den Wind. Prokrastination wird gerne mit Verschieberitis übersetzt, im Ergebnis ist sie das auch. Strukturierte Prokrastination meint jedoch etwas anderes. Ihr Papst und Propagandist, der amerikanische Philosophie-Professor John Perry  beschreibt das so:

I'm not wasting time

I’m not wasting time. I’m a structured procrastinator.

“The key idea is that procrastinating does not mean doing absolutely nothing. Procrastinators seldom do absolutely nothing; they do marginally useful things, like gardening or sharpening pencils or making a diagram of how they will reorganize their files when they get around to it. Why does the procrastinator do these things? Because they are a way of not doing something more important. If all the procrastinator had left to do was to sharpen some pencils, no force on earth could get him do it. However, the procrastinator can be motivated to do difficult, timely and important tasks, as long as these tasks are a way of not doing something more important.”

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Museo en la Calle

Wolken über La Palma

Das Museum in der Straße. Wandbilder in Los Llanos de Aridane, La Palma, Islas Canarias. Eine Insel, auf der man zu Fuß über die Wolken gelangen kann.

In der Unendlichkeit.

Als ich ein Kind war, verstand ich es nicht. Der Spiegel im Spiegel. Ich. In der Unendlichkeit. Sie zu erreichen war mein Wunsch. Ganz nach hinten, dort zu dem Jungen gelangen. Der letzte in der Reihe wollte ich sein. Es war die Hoffnung, dass er anders ist.

Heben Sie den Kopf und schauen Sie nach oben. Am besten nachts.

junitagfürtag – einundzwanzig bis dreißig

dreißigsterjuni

Wenn die Fürze des Hundes  waffenscheinpflichtig sind.

neunundzwanzigsterjuni

Wenn du nach Jahren endlich die vier miesen Takte im Lied schaffst.

achtundzwanzigsterjuni

Wenn du einen Schritt zur Versöhnung getan hast.

siebenundzwanzigsterjuni

Wenn die alte Teekanne deiner Oma zerschellt.

sechsundzwanzigsterjuni

Wenn die Frau an der Kasse sagt, sie liebe ihren Job.

fünfundzwanzigsterjuni

Wenn jemand nach zwei Blicken weiß, was bei dir abgeht.

vierundzwanzigsterjuni

Wenn fünf Seiten wie nichts flutschen.

dreiundzwanzigsterjuni

Wenn du eine Musik-Compilation wieder entdeckst, die dir jemand vor vielen Jahren zum Trost zusammenstellte.

zweiundzwanzigsterjuni

Wenn dass Handtuch noch nach Urlaub riecht.

einundzwanzigsterjuni

Wenn die Frau am Parkautomat dir 50 Cent schenkt.