Catcontent

Still ruhte der See. Überarbeitet, keine Zeit und keinen Nerv mehr für nix drumherum. Nicht mal für’n Bildchen hier. Jetzt wieder. Meine erste Geschichte, die ich mit der Hand geschrieben habe. Hat was mit Katzen zu tun. Und Hunden. Wenn die eingerostete Wortmaschine wieder geölt ist, mehr.

Buy local von überall – LChoice

Die Diskussion um den Online-Versender Amazon kocht weiter hoch. Amerikanische Autoren schreiben offene Briefe, Medien fürchten den Untergang des Abendlandes, viele Buchhandlungen sehen sich mit dem Rücken an der Wand. Kunden sind verunsichert: Sind sie nun böse Menschen, wenn sie der Bequemlichkeit nachgeben, die Amazon ihnen ermöglicht? Viele vermissen gleichwertige Alternativen. Eine solche könnte – wenn viele Buchhandlungen und Kunden mitziehen – die App LChoice sein. Ich sprach mit dem Vertriebschef Tomas Arteaga darüber.

LChoice Startscreen

LChoice Startscreen

Tomas, was ist LChoice?
LChoice ist eine App, mit der du per Smartphone von überall und jederzeit bequem und schnell Bücher bestellst und kaufst. Besonders ist: Der Kauf wird über deine lokale Buchhandlung vor Ort abgewickelt. Du kannst deine Bücher also dort abholen oder sie dir schicken lassen.

Verstehe: L für local, Choice für Auswahl. Wie muss ich mir das praktisch vorstellen?
Jedes Buch bekommt einen QR-Code (siehe Abb.). Dieser Code kann in Katalogen, in Email-Signaturen auf Webseiten abgebildet werden. Der Kunde muss ihn dort nur noch mit der LChoice-App scannen. Das Kundenmagazin Schmitzkatze der Buchhandlung Schmitz ist ein Beispiel. Die Kunden lesen, finden ein Buch toll, scannen und der Bestellvorgang läuft mit wenigen „Handgriffen“. Kein Umweg mehr über den PC oder dasTelefon. App öffnen, Scanfunktion anklicken und auf QR-Code halten und Kauf bestätigen. Schneller geht’s nicht. Weiterlesen

angstäugig.

angstäugig

Augenschein

Scheinwelt

Weltlage

Lageplan

Planwirtschaft

Wirtschaftsverbrechen

Verbrechensaufklärung

Aufkläungsquote

Quotenfrau

Frauenhaus

Hausarbeit

Arbeitsamt

Amtvorsteher

Vorsteherdrüse

Düsenfieber

Fieberkurve

Kurvenwunder

wunderschön

schön.

Mann im Mond.

Warum nur, fragte Ruben Wortreich sich, musste es ausgerechnet dieser Mond sein? Er hatte schon immer davon geträumt als der Mann im Mond in die Geschichte einzugehen. Gleich in mehrere Geschichten. Die Kunstgeschichte, die Literaturgeschichte und selbstverständlich in die Lehre der Kosmologie, die selten zuvor einen solch würdigen Mann im Mond feiern konnte. Eigentlich, davon war Ruben Wortreich fest überzeugt, gab es keinen Mann und schon gar keine Frau, die ihm den Rang ablaufen konnte.
Eine Frau, wie unglaublich, eine Frau. Noch nie hatte sich irgendwo auf dieser Welt, nicht einmal in einem abgewirtschafteten Lokalblatt in dieser weitgehend von den Menschen und komplett von Gott verlassenen Gegend ein Schmierfink dazu verstiegen, einer Frau diesen Platz zuzuweisen.
Nein, der Mond ist und bleibt die letzte Domäne, wo wir vor ihnen sicher sind, sagte Ruben Wortreich, allerdings sagte er es sehr leise, denn er wusste, dass er sich den Zorn seiner ausschließlich aus Frauen bestehenden Familie zuziehen würde; in ihrem Zorn waren sie ebenso gewaltig und gelegentlich gewalttätig wie in ihrer Liebe.
Dies war einer der Gründe, warum es außer seinem Großonkel William und Kronberg, der ohne Vornamen aufgewachsen war und dessen Verwandtschaftsverhältnisse sich nicht eindeutig klären ließen, keine erwähnenswerten Vertreter des männlichen Geschlechts im weitläufigen Hause der Wortreichs gab.
Wie viele Monde gab es in diesem Sonnensystem? Wie konnte er ausgerechnet den erwischen, der kaum, dass sie ihn entdeckt hatten, wieder von der Bildfläche verschwand? Kronberg. Kronberg war schuld. Obwohl es zu einfach war, Kronberg die Schuld zuzuschieben, tat er es doch. Er selbst war der Dummkopf gewesen, denn wer einem Dummkopf folgte, der sogar seinen Vornamen verlor – der war ohne Zweifel selbst ein Dummkopf.

|Schreibimpulse|die Süddeutsche Zeitung meldet am 9.10.2013 „Neptuns verlorener Mond – winziger Begleiter des Planeten wiederentdeckt“|

Jakob, knapp vorm Himmel – 3

|Wer zuerst den Anfang lesen will, beginnt hier: Jakob, knapp vorm Himmel 1 und Jakob, knapp vorm Himmel – 2|

3

Am nächsten Tag regnet es. Jakob schließt die Augen und hört dem Regen zu. Es plöppert sehr gleichmäßig auf die Dachpfannen, außer wenn ein fester Windstoß kommt, der alle Tropfen entführt, bevor sie plöppern können.
»Plöpp. Plöpp. Plöpperepöpp. Plöppplöpp. Plöpperöppöpöpp. Plöppipilippiplöpp«, singt Jakob mit.
Regen finden fast alle blöd, nur Jakob nicht. Und Herr Klöppelmann, der gerne im Regen tanzt. Die Leute sagen, Herr Klöppelmann sei plemplem. Darüber hat Jakob sich schon einige Mal Gedanken gemacht. Wenn Herr Klöppelmann sehr viel weiß und gerne im Regen tanzt und plemplem ist, was ist dann Jakob, der viel weniger weiß und mit dem Regen singt. Plemplemplerempämpäm. Mindestens.
Jetzt aber macht es takk, takk, takkeretakk.
Jakob hört auf zu singen.
Takkeretakk, takk, takk. Weiterlesen