Literaturschatzheber gesucht – Gastbeitrag von Barbara Zoschke

Im Dorstfelder Schulte-Witten Haus schlummert ein großer literarischer Schatz. Mehr als 10.000 Medien warten darauf, aus Kisten und Kartons den Weg in die Regale der ersten Präsenzbibliothek für Kinder- und Jugendliteratur zu finden. Wenn alles nach Plan läuft, kann die Bibliothek Anfang Oktober eröffnet werden. Um dies zu verwirklichen, braucht das JUGENDSTIL – Kinder- und Jugendliteraturzentrum NRW Unterstützung. Der Förderverein des Zentrums hat ein Crowdfunding-Projekt gestartet, um 5000 Euro zu sammeln. Die Autorin und Initiatorin Barbara Zoschke  stellt das Projekt in diesem Gastbeitrag vor:

Als uns der Kölner Literatur-Professor Winfried Kaminski vor zwei Jahren seine gesamte Bibliothek überließ, waren wir komplett aus dem Häuschen. Die über 30 Jahre alte Sammlung von Primär- und Sekundärliteratur aus dem Kinder- und Jugendbereich ist ein wahrer Fundus von unschätzbarem Wert für alle Studierenden, für alle großen und kleinen Literaturinteressierten, die sich beruflich oder privat mit Büchern beschäftigen. Und sofort war klar: Wir brauchen endlich eine Bibliothek. Eine Einrichtung, in der auch die Rezensionsexemplare aus den Verlagen, mit denen wir kreative Leseförderung und Literaturvermittlung in jährlich 400 Veranstaltungen (Workshops, Weiterbildungen, Literaturprojekte) betreiben, eine Heimat finden. Die Neuzugänge aus den Verlagen, die wir jährlich zweimal erhalten, werden die Präsenzbibliothek ständig ergänzen… Ein Traum! Weiterlesen

Schweizer Autorin zum Bestellen.

Wer sich auf Alice Gabathuler einlässt, kann sicher sein: langweilig wird es nicht. Sie ist streitbar und voller Emotionen, was ihr jedoch nicht den klaren Blick auf die Dinge verstellt. Wenn ihr etwas auf die Nerven geht, sagt sie es und wenn sie sich für etwas begeistert, gibt es kein Zurückhalten. In ihren Büchern greift sie aktuelle Themen auf, die ihre jugendlichen Leserinnen und Leser nicht schonen. Daraus entsteht eine packende Mischung aus Thrill und Nachdenklichkeit.

Ich folge dir auf Facebook und habe bei deinen Posts manchmal den Eindruck, du hast schon restlos jede Schule in der deutschsprachigen Schweiz besucht. Auf jeden Fall bist du eine fleißige Vorleserin. Wann und wie schreibst du denn deine Bücher?

Wenn ich dir jetzt sage, dass es Schulen gibt, die ich schon mehrmals besucht habe … Im Ernst: Ich mache tatsächlich sehr viele Lesungen. Das hat zwei Gründe: Erstens tue ich das extrem gerne. Und zweitens sind die Lesungen mein Brotberuf.Alice in Aktion Diese Definition stammt nicht von mir, sondern von Pedro Lenz, einem Schweizer Schriftsteller, den ich mag und bewundere. Und wie bei jedem Brotberuf (also die Tätigkeit, mit der man den Hauptteil seines Einkommens verdient), den ein Autor ausübt, ist das so: Ich schreibe in der Zeit, die übrig bleibt. Dann jedoch intensiv, meist von der Welt abgeschottet in einem internetlosen Haus in den Bergen. Weiterlesen

Die Finninnen kommen. Übern Tellerrand geguckt.

Der Orkan ist über Köln hinweg, da reisen sie an. Die vier Finninnen, die in dieser Woche Gäste der SK Stiftung Kultur sind, die in diesem Jahr zum 19. Mal zu den Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen eingeladen hat. Insgesamt lesen 13 Autorinnen über 50 Mal in Kölner Schulen aus ihren Werken. Heute aber, sofort nach der Ankunft am Düsseldorfer Flughafen, haben wir Kölner Kolleginnen und Kolleginnen sie abgefangen und sie zu einem Austausch in und vor einer Nippeser Kneipe eingeladen.
Und wir sitzen mit staunenden Gesichtern da.
„Wir brauchen ein bisschen Anarchie in Skandinavien, wir müssen das rauslassen in den Kinder- und Jugendbüchern.“, hören wir oder: „Bei uns ist es fast eine Beleidigung, wenn man für mehrere Verlage gleichzeitig arbeitet. Wir haben vielleicht einen für Erwachsene und einen für Kinder, aber innerhalb dessen bekommt man Raum, um sich zu entwickeln.“

v. l. Paula Noronen, Leena Parkkinen, Seita Vuorela (Foto: Christina Bacher)

v. l. Paula Noronen, Leena Parkkinen, Seita Vuorela

Heiteres und ungläubiges Gelächter in der deutschen Autorenschar. Einige sitzen da, die bei vier oder fünf Verlagen veröffentlichen, die Bindung an ein Haus kann bei der aktuellen Durchlauferhitzung im Markt schnell im kühlen Grab enden. Am Ende sind die Dinge dann aber doch nicht so unterschiedlich. Mehr oder minder – meist mehr – schräge Lebensläufe, die erkennen lassen, dass Schreiben, gerade für Kinder und Jugendliche, ein innerer Drang ist, bei dem die Frage, ob das auch finanziell Sinn macht, in den Hintergrund tritt.
Doch Salla Simukka macht auch unmissverständlich klar: Dass ihr Buch in 43 Länder verkauft wurde, auch in die USA und nach Großbritannien, ermöglicht ihr in erster Linie eines: „To concentrate on my creativity. Nothing more.“

Salla Simukka (Foto: Christina Bacher)

Salla Simukka (Foto: Christina Bacher)

Wir staunen in einigen Punkten übereinander, die Finninnen finden es sehr sonderbar, dass Leute so lange still da sitzen und zuhören. Zur Gestaltung des Abends gehörte nämlich eine (für unsere Verhältnisse eher kurze) deutsch-finnische Lesung aus Salla Simukkas im Herbst bei Arena erscheinenden Thriller Rot wie Blut. Nein, so was mache man in Finnland dann doch weniger. Und so verrückte Dinge wie neulich auf der Leipziger Buchmesse, wo zig Leute 20 Euro Eintritt gezahlt hatten, um fünf Stunden Autoren zuzuhören! Schon crazy, diese Deutschen. Herzhaftes Gelächter dann, als wir ihnen erzählen, dass es auf der Lit.Cologne Schlangen von 200 Metern vor besonders beliebten Lesungen gibt.
Am Ende stellen Finninnen und DeutschInnen allerdings noch etwas fest. Wir wissen doch recht wenig voneinander. Cornelia Funke fällt als Name bei der Frage nach deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Wir Kölner bringen es gerade mal auf Timo Parvela und seine Ella. Übern Tellerrand gucken macht also weiterhin Sinn. Nächstes Jahr kommen die Dänen. Und warum sollten wir nicht mal einen Reisebus chartern. Achtung Finnen, die Deutschen kommen. Zum Vorlesen. Bis dahin lohnt sich die Beschäftigung mit diesen Schriftstellerin aus dem hohen Norden:

Paula Noronen (*1974) lebt und arbeitet in Helsinki und hat auch dort an der Hochschule für Medien, Kunst und Gestaltung studiert und den Abschluss im Bereich Drehbuch gemacht. Sie hat einen Sohn und eine Tochter. Wenn sie nicht im Schreiben ihre Passion gefunden hätte, wäre sie vielleicht Fußballerin geworden. Ihr bekanntestes Buch ist „Mission Meerschweinchen“, eine Reihe über einen Nager mit Superkräften.

Seita Vuorela (*1971) hat Kulturwissenschaften, Literatur und Womens’s Studies in Turku studiert, dort und in Helsinki lebt und arbeitet sie. Neben dem Schreiben unterrichtet sie Fotografie und Kreatives Schreiben für Kinder und Jugendliche. Seita ist eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen Finnlands. Sie nimmt ihre Leser mit mitten hinein in die Schlacht zwischen Gut und Böse. Ihre Botschaft an Kinder und Jugendliche ist: Mach dich stark. Im Herbst erscheint ihr Buch „Wir fallen nicht“ bei Ravensburger.

Salla Simukka (*1981) aus Tampere wusste mit neun Jahren, dass sie Schriftstellerin werden wollte und mit 18 veröffentlichte sie ihr erstes Buch „Wenn Engel wegsehen“, die Liebesgeschichte zweier Mädchen. Sie studierte Nordische Sprachen und Literatur in Turku und wurde 2013 mit dem Topelius-Preis, dem Staatspreis für die erfolgreichste Nachwuchskünstlerin ausgezeichnet.

Leena Parkkinen (*1979) entstammt einer Familie von Geschichtenerzählern, ihr Vater ist der bekannte finnischen Kinderbuchautor Jukka Parkinnen. Schreiben allein reichte Leena zunächst jedoch nicht, sie studierte Grafikdesign und Bildende Kunst, dann Drehbuch und ging in die Werbung. Identität, insbesondere Geschlechteridentität und Anderssein sind ihre Themen. Ihre erster Roman Nach dir, Max wurde 2009 als bester Debütroman Finnlands ausgezeichnet.

Basel retour oder: Warum Autoren einen Anker brauchen.

06:45 Uhr raus aus den Federn, am Bahnhof schnell noch einen Becher Kaffee und ein  Rosinenweckchen kaufen, lieber doch noch ein Schoko-Croissant dazu, 07:54 Uhr rein in den ICE, er ist jetzt schon ein paar Minuten zu spät, wird der Anschluss in Mannheim gehalten? Der freundliche Schaffner weiß es nicht. Mist, ich hätte doch schon am Vorabend anreisen sollen!

08:01 Uhr. Schluck Kaffee, „Nein danke, sehr freundlich!“ zu dem Herrn neben mir, der mir seine ausgelesene FAZ anbietet. Ich nähme sie ja gerne, aber ich habe noch zu tun in den nächsten vier Stunden bis Basel (wenn der Anschluss in Mannheim klappt, sonst vielleicht fünf, sechs, was weiß ich!?“) Ich muss doch die Lesung auf der Buchmesse noch überarbeiten, nicht die Lesung, sondern das, was ich lesen will. Heute Morgen will ich nämlich etwas ganz anderes vorlesen. Gestern sollte es noch der Anfang sein, aber ich habe kein gutes Gefühl mehr dabei, also: Ich beginne auf Seite 75 mit „Ich lag noch immer auf dem Asphalt.“

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Der Autor mit dem Soundtrack zum Buch.

Frank Maria Reifenberg im Gespräch mit dem Autor Tobias Elsäßer darüber, wie man mit Musik auch Sechszehnjährige für Lesungen begeistert, wie er wegen seiner Deutschnote sitzengeblieben ist und über die Sehnsucht in seinen Büchern. Dieses Mal mit Bonustrack: Der Autor singt uns was vor!

Tobias, bist du ein Musiker, der schreibt oder ein Schreiber, der singt? Welche Rolle spielen diese beiden Ausdrucksformen für dich?

Beides gehört für mich untrennbar zusammen. Meine ersten Kurzgeschichten sind entstanden, als ich den ersten Akkord auf der Gitarre spielen konnte. Damals war ich neun Jahre alt. Ich hab einfach wie bei einem Tagebuch meine Gedanken Revue passieren lassen und mehr oder minder melodiös dazu die Saiten klingen lassen. Vielleicht war es die Vorstufe zum Rap, jedenfalls sind nach und nach die ersten Songtexte entstanden, die ich mit einem alten Kassettenrekorder aufgenommen habe. 
Wenn ich nun an einem Buch arbeite, kann es passieren, dass ich auch eine Melodie oder einen Rhythmus im Kopf habe, von dem meine Sprache beeinflusst wird. Einen Roman ohne Musik zu schreiben wäre undenkbar.

Die Soundtracks zu meinen Büchern begleiten den Helden auf seiner Reise

In der Kinder- und Jugendliteratur habe ich manchmal das Gefühl, dass eine ausgefeilte Sprache, die eine gewisse Musikalität aufweist, zu kurz kommt. Auch finde ich, dass man durchaus poetisch schreiben kann, ohne dass es pathetisch klingt. Zu jedem meiner Bücher entstehen Songs, manchmal sogar Soundtracks, die sowohl mich als Autor als auch die Helden meiner Bücher auf ihrer Reise begleiten.

Unsere Reisen – die tatsächlichen, wenn wir ein neues Buch vorstellen – sind mein Thema in dieser Reihe. Wie verbindest du beide Elemente in deinen Lesungen? Singst du? Singst du den Text? Singen die anderen?

Bei Jugendlichen ist singen im ersten Moment uncool. Deshalb versuche ich zu erklären, warum ich diesen oder jenen Song spiele, um die Verbindung zum Buch herzustellen. Nach ein paar Mal Kichern – meist von Seiten der Jungen – wird dann aber meist zugehört und manchmal traut sich auch der eine oder andere mir eine Beatbox zu machen oder sich ans Klavier zu setzen. Das sind dann besonders schöne Momente. Bei Lesungen aus meinem Kinderbuch singen die Kinder den Refrain immer mit und das lockert die Atmosphäre und ist ein schöner Abschluss einer Lesung.
Bei Workshops lasse ich die Schüler immer freie Texte schreiben und spiele unterschiedliche Musik ein, um ihnen zu demonstrieren, wie sehr sich das Geschriebene unter dem Einfluss von Tönen und Rhythmus ändern kann.

Viele Lehrer haben Panik vor Autoren, die „nur“ vorlesen

Eigentlich bist du also auch Entertainer und Animateur. Wie reagieren eigentlich die Älteren darauf, die Lehrerinnen und Lehrer zum Beispiel. Ist denen das nicht zu weit weg vom ehrwürdigen Schriftsteller?

Das Gegenteil ist der Fall. Viele Lehrer haben Panik vor Autoren, die „nur“ vorlesen. Durch die Musik, die Videoclips und meine Erzählungen darüber, dass ich in der Grundschule wegen meiner schlechten Deutschnote sitzengeblieben bin (meine Mutter ist Französin. Leider hab ich mich an ihrer außergewöhnlichen Schriftsprache orientiert;), kann ich das Eis vor allem an Hauptschulen gut brechen. Schließlich will ich Werbung für das Schreiben und Lesen machen und zeigen, dass man durchaus über ernste Themen schreiben kann, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen. Mit Humor und Anekdoten aus den Erfahrungen eines Autors nimmt man den Schülern die Hemmungen, Fragen zu stellen.

Langweilig wird es einem bei der Bandbreite deines Schaffens auf jeden Fall nicht. Am Anfang hast du dich auf Jugendbücher konzentriert, in denen du dich auch an ein Thema wie Selbstmord und Sex: rantraust. Aber mittlerweile gibt es auch eine Kinderbuchtrilogie nämlich die Abenteuer von Linus Lindbergh. Ich hätte alles Mögliche von dir erwartet, aber das eigentlich nicht. Es geht um eine skurrile Erfinderfamilie, in der ausgerechnet dem jüngsten Spross das Erfinden nicht so recht gelingen will.
„Sehr einfallsreich und fantasievoll sind vor allem die technischen Raffinessen mit denen Tobias Elsäßer hier punktet“, heißt es in einer Rezension dazu. Schlummerte in dem poetischen Songwriter schon immer der Tobi mit dem
Schraubenschlüssel oder um was geht es in dieser Geschichte wirklich?

Ich selbst bin handwerklich total unbegabt. Aber mein großer Bruder wollte als Kind immer Erfinder werden und er hat ganz tolle Sachen erfunden, die ich dann wieder kaputt gemacht hab. Die Geschichte des jungen Erfinders, dem nichts gelingen will, sehe ich auch unter dem Gesichtspunkt, dass ein Kind damit klarkommen muss, das Geheimnis seiner Familie zu hüten und anders zu sein.

Die Figuren sehnen sich alle nach Geborgenheit

Denn wer hat schon einen durchgeknallten Roboter zum Freund? Ich glaube, die drei Bände handeln vor allem von echter Freundschaft, bei der jeder für den anderen einsteht. Natürlich geht es auch um Mut und verrückte Erfindungen, aber die Figuren sehnen sich allesamt nach Geborgenheit, einem Zuhause und Anerkennung.

Etwas versteckt in deiner Antwort kommt das Wort vor, das in meinen Augen sehr kennzeichnend für deine Arbeiten ist. Ob eine schräge Erfinderfamilie, ein junger Typ, den die Hormone durchschütteln oder drei Jugendliche, die sich zum Suizid verabreden, auch der Text des Songs, den du mir für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hast – es ist jeweils sehr unterschiedlich gefärbte Sehnsucht. In deinem sicher umstrittensten Buch ist „Für niemand“ sehnen sich Sammy, Nidal und Marie nicht nur nach einem Ende, sie verabreden sich in einem Chat zum Selbstmord. Wie reagieren Jugendliche darauf, wenn du aus diesem Buch vorliest?

Da ich diese Lesung mit Musik begleite, dauert es meist nur ein bis zwei Zeilen, dann wird es ganz still. Ich glaub, die Jugendlichen merken, dass ich ihnen ein Geschichte erzählen will, die so – leider – tagtäglich passieren könnte. An einigen Stellen spiele ich Videos mit Szenen aus dem Buch ein, die ich zusammen mit der Filmakademie Baden-Württemberg und Schauspielstudenten produziert habe. Dann erzähle ich von der Recherche im Internet und den zahlreichen Seiten, die sich mit dem Thema Suizid befassen. Meist mündet die Lesung in eine interessante Diskussion über beste Freunde, das Internet und warum es so schwierig sein kann, zu erkennen, ob jemand ernsthaft mit dem Gedanken spielt, sich umzubringen. Spannend finde ich, dass die Schulart keine Rolle spielt. Bei keinem anderen Jugendbuch bleiben die Zuhörer so bei der Sache wie bei diesem.

Tobias, ich würde das Gespräch diese Mal im wahrsten Sinne des Wortes ausklingen lassen. Singst du etwas für mich und die Leser?

Okay.

Was singst du?

Einen Song, zu dem ich den Text geschrieben habe, die Musik stammt von Daniel Sus: Um mich selbst.

Tobias Elsäßer, Jahrgang 1973, lebt und arbeitet in Bietigheim-Bissingen. Er sang in der Boygruppe Yell 4 You, arbeitete als Journalist und veröffentlichte eine Gesangssoftware. Wenn ihn jemand fragt, welchen Beruf er ausübe, sagt er: „Ich fühle mich ein wenig wie ein Gemischtwarenladen, in dem es Musik, Bücher und jede Menge Träume zu kaufen gibt.“ Seit 2004 schreibt er Kinder- und Jugendbücher.

Daniel Sus ist Komponist und Musiker, er schrieb unter anderem die Musik für den Film Novemberkind und gemeinsam mit seiner Frau Can Erdoğan-Sus komponierte er den Soundtrack für die Verfilmung von Uwe Tellkamps „Der Turm“.

In der Reihe über Autorenlesungen erschienen bisher diese Artikel:

Christian Linker in einem Gastbeitrag über Schullesungen

Gespräch mit Maja Nielsen über Lesereisen, Dino-Kacke und die Leidenschaft fürs Schreiben

Gespräch mit der Logopädin und Stimmtrainerin Sabine Rosen darüber, wie man Lesungen noch besser gestaltet und wie eine Küchenrolle Power in die Stimme bringt.

Literatur aus erster Hand – Die Organisatorin der Züricher Schullesungen Julia Frehner im Gespräch.