Catcontent

Still ruhte der See. Überarbeitet, keine Zeit und keinen Nerv mehr für nix drumherum. Nicht mal für’n Bildchen hier. Jetzt wieder. Meine erste Geschichte, die ich mit der Hand geschrieben habe. Hat was mit Katzen zu tun. Und Hunden. Wenn die eingerostete Wortmaschine wieder geölt ist, mehr.

angstäugig.

angstäugig

Augenschein

Scheinwelt

Weltlage

Lageplan

Planwirtschaft

Wirtschaftsverbrechen

Verbrechensaufklärung

Aufkläungsquote

Quotenfrau

Frauenhaus

Hausarbeit

Arbeitsamt

Amtvorsteher

Vorsteherdrüse

Düsenfieber

Fieberkurve

Kurvenwunder

wunderschön

schön.

Keine Angst vor Bleistiften. Notizen.

Der nette Social Media-Felix vom Bloomoon Verlag bittet mich, einen Blogbeitrag in Form eines Tagesjournals zu schreiben. Ich sage sofort ja, weil ein Autor intuitiv Chancen zur strukturierten (und auch zur unstrukturierten) Prokrastination wittert. Er riecht sie förmlich 100 Meter gegen den Wind. Prokrastination wird gerne mit Verschieberitis übersetzt, im Ergebnis ist sie das auch. Strukturierte Prokrastination meint jedoch etwas anderes. Ihr Papst und Propagandist, der amerikanische Philosophie-Professor John Perry  beschreibt das so:

I'm not wasting time

I’m not wasting time. I’m a structured procrastinator.

“The key idea is that procrastinating does not mean doing absolutely nothing. Procrastinators seldom do absolutely nothing; they do marginally useful things, like gardening or sharpening pencils or making a diagram of how they will reorganize their files when they get around to it. Why does the procrastinator do these things? Because they are a way of not doing something more important. If all the procrastinator had left to do was to sharpen some pencils, no force on earth could get him do it. However, the procrastinator can be motivated to do difficult, timely and important tasks, as long as these tasks are a way of not doing something more important.”

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Jakob, knapp vorm Himmel.

1

Jakob schaut in den Himmel. Der Himmel ist blau und groß. Sonst fühlt Jakob sich oft klein. Fast jeder ist größer als er und fast jeder schaut auf ihn hinab. Nur Buster nicht, der muss zu ihm aufschauen, aber dafür rächt Buster sich, wann immer er kann.
Dann hebt er sein Bein und pinkelt Jakob an den rechten Fuß. Immer an den rechten, nie an den linken. Buster ist ein Dackel mit sehr krummen Beinen und einer sehr spitzen Nase und Schlappohren.
Beim Himmel fühlt Jakob sich nicht klein, obwohl der so groß ist, der Himmel.
Wo, fragt Jakob sich, beginnt wohl der Himmel?
Jakob wohnt ganz oben im Haus, fast auf dem Dach. Vom Wohnzimmer aus kann er ohne Probleme auf die Terrasse hinaus. Dort schaut er gerade eben über die anderen Dächer hinweg.
Nach rechts, wo die Sonne aufgeht und in einiger Ferne die große Kirche mit den zwei Türmen steht. Er würde gerne einmal hinauf auf die Kirche. Ob er dann wohl das Haus, in dem er wohnt, sehen kann?
Ein bisschen weiter links steht ein Hochhaus. Abends hat es an den acht obersten Stockwerken blaue Lampen, die an und ausgehen, mal von oben nach unten, mal von links nach rechts oder sie flackern. An, aus, an aus, sieben mal hintereinander, dann wieder alles von vorne. Ein bisschen weiter kommt der Fernsehturm mit der roten Lampe an der Spitze, damit keine Flugzeuge dagegen fliegen. Ganz links geht die Sonne unter.
Die Sonne kann beim Untergehen sehr viele verschiedene Farben, allerdings sind sie alle orange. Weiterlesen

Emily makes me fertig.

Da überarbeitest du dir einen Wolf und schickst das Manuskript am Abend noch raus. Gesendet. Hurra. Jetzt ist erst einmal Ruhe. Die Lektorin ist schon vorgewarnt: Im Plot knackt das Gebälk noch ein bisschen. Heute Morgen ein gutes Gefühl. Tisch ein bisschen aufgeräumt, weg mit dem Gekritzel. IMG_0549Ein Interview schriftlich beantwortet, die Kolumne fürs Eselsohr doch noch vorm Redaktionsschluss geschrieben und abgeschickt. Ein paar Emails, ein längeres Telefonat mit dem anderen Verlag. Mittag.
Aaaah, denkt der Autor, jetzt eine Stunde Meditation und dann ans Drehbuch, das sehnlichst auf weitere Streicheleinheiten im Treatment wartet (mein Gott, wir werden poetischkitschig!), aber … Email von der Lektorin:  Weiterlesen